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Hospizliche Begleitung und palliative Versorgung im Pflegeheim – Stand und Entwicklungsperspektive

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Hintergrund und Zielsetzung

In stationären Pflegeeinrichtungen erfahren Bewohner*innen nicht verlässlich die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung, wie sie diese benötigen. Obwohl eine theoretische und konzeptionelle Auseinandersetzung zu diesem Thema in den meisten Einrichtungen stattfindet, haben viele noch keinen Weg für eine praktische Umsetzung der Überlegungen und Handlungsempfehlungen gefunden. Den stationären Einrichtungen kommt in der Versorgung von Menschen am Lebensende insgesamt eine zunehmende Bedeutung zu, jedoch ist die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung in Pflegeheimen in Deutschland auf unterschiedlichem Niveau (Scheider et al. 2018).

 

Ziel ist, dass Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen verlässlich die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung erfahren, wie sie den Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen entsprechen. Bei der Begleitung der Bewohner*innen am Lebensende soll das Personal möglichst passgenau unterstützt werden und möglichst gute Rahmenbedingungen erhalten. Als Teilziel sind hierzu die Hindernisse, aufgrund derer vorhandene Strukturen und Potentiale des Systems und der Einrichtungen nicht genutzt werden, obwohl sie formal angelegt sind, identifiziert und Lösungsmöglichkeiten zur Überwindung erprobt und evaluiert.

 

Vorgehen

In einer engen Kooperation von Praxis und Wissenschaft werden Stärken und Schwächen des bestehenden Systems analysiert und mit den Handlungsempfehlungen der Charta abgeglichen. Für eine spätere Wirkungsüberprüfung werden zu Beginn auch Aspekte wie die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden und die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen sowie ihrer An- und Zugehörigen erfasst.

In einem partizipativ gestalteten, mehrschrittigen Prozess werden aus den Ergebnissen Konzepte und Modulbausteine entwickelt, die in zwei Einrichtungen implementiert und getestet werden. Nach einer gemeinsamen Reflexion und erneuten Bewertung von Stärken und Schwächen, in die die Ergebnisse der Evaluation mit den unterschiedlichen Perspektiven einbezogen werden, werden diese modifiziert und publiziert. Nach Möglichkeit sind zu Projektende bereits ca. 200 stationäre Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen (=10%) über die Projektergebnisse informiert und können die Module bei sich zum Einsatz bringen.

 

Ergebnisse und Veröffentlichungen

Die Ergebnisse werden in Form von projektbezogenen Veröffentlichungen und Fachpublikationen sowie in einem Abschlussbericht zur Verfügung gestellt.



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Kontakt

Anne-Katrin Teichmüller, M.A.

Tel.: 0231/728488-18

 

Prof. Dr. Andrea Kuhlmann

Tel.: 0231 / 728488-17

 

Laufzeit

01.06.2019 – 31.05.2022

 

Fördergeber

Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

  

Kooperationspartner

Contilia Pflege und Betreuung GmbH Essen

EsFoMed – Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement GmbH