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„Our Puppet“ - Pflegeunterstützung mit einer interaktiven Puppe für informell Pflegende

Ziele und Aufgaben

Das Projekt „OurPuppet“ zielt auf die Entlastung pflegender Angehöriger insbes. von Menschen mit Demenz. Unter Einbezug der Nutzer*innen wird eine sensorbasierte, interaktive Puppe entwickelt, die bei kurzer Abwesenheit des pflegenden Angehörigen mit dem Pflegebedürftigen kommunizieren kann. Die Nutzung der technischen Neuentwicklung wird durch speziell geschulte PuppetBegleiter*innen unterstützt, die in die Handhabung der Puppe einführen und in regelmäßigen Gesprächen im Pflegehaushalt darauf abzielen, die (informelle) Pflegebeziehung zu fördern und pflegende Angehörige zu entlasten.

Vorgehen und Methoden

Die prozessgeleitete Evaluation unter besonderer Berücksichtigung der ethisch-sozialen Fragestellungen folgt einem partizipativen Forschungsansatz und bezieht die Zielgruppen in den Forschungsprozess ein:

  • Identifikation typischer Situationen im Pflegealltag zur Ableitung von Einsatzszenarien für das OurPuppet-System (OPS)
  • Exploratives Vorgehen zur Ermittlung von Anforderungen der Nutzer*innen an das technische System
  • Untersuchung der Akzeptanz der Puppe und der PuppetBegleitung
  • Bewertung der Nutzerfreundlichkeit des technisches Systems
  • Erfassung der subjektiven Einschätzung der Nutzer*innen zu Entlastungspotenzialen des OPS
  • Untersuchung ethisch-sozialer Spannungsfelder, z.B. Autonomie vs. Fremdbestimmung im Rahmen des OPS (unter Einbezug der geragogischen Fachberatung durch Dr. Renate Schramek)
  • Partizipative Curriculumentwicklung zur Schulung der PuppetBegleiter*innen und Entwicklung einer Handreichung für die Schulung und den Einsatz der PuppetBegleiter*innen (unter Einbezug der geragogischen Fachberatung durch Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz)
  • Evaluation der PuppetBegleiter-Schulung

Ergebnisse und Veröffentlichungen

Die Ergebnisse werden in Form von projektbezogenen Veröffentlichungen und Fachpublikationen sowie Zwischen- und Abschlussbericht(en) zur Verfügung gestellt. Für das evaluierte Schulungskonzept wird eine praxisorientierte Handreichung erarbeitet.

  • Schramek, R.; Reuter, V.; Kuhlmann, A. & Mertens, J. (2018). “OurPuppet” – Nutzerakzeptanz und ethisch-soziale Aspekte einer M-T-I Entwicklung. In: Boll, S.; Hein, A.; Heuten, W. & Wolf-Ostermann, K. (Hrsg.): Zukunft der Pflege. Tagungsband der 1. Clusterkonferenz 2018, Innovative Technologien für die Pflege. Oldenburg: BIS-Verlag der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 34-39. Link zum Tagungsband.
  • Schramek, R.; Reuter, V. & Kuhlmann, A. (2018). Lernen und Teilhabeförderung im Rahmen partizipativer Technikentwicklung: Forschungsansatz und -methode im Projekt „OurPuppet“. In: Renate Schramek, Cornelia Kricheldorff, Bernhard Schmidt-Hertha & Julia Steinfort-Diedenhofen (Hrsg.). Alter(n), Lernen, Bildung. Ein Handbuch. Stuttgart: Kohlhammer Verlag, 98-112.
  • Kuhlmann, A.; Reuter, V.; Schramek, R.; Dimitrov, T.; Görnig, M.; Matip, E.-M.; Matthies, O. & Naroska, E. (2018). OurPuppet – Pflegeunterstützung mit einer interaktiven Puppe für pflegende Angehörige. Chancen und Herausforderungen im sozialen und technischen Entwicklungsprozess. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 51, 1, 3-8  DOI 10.1007/s00391-017-1348-6 
  • Schramek, R.; Kuhlmann, A. & Reuter, V. (Unter Mitarbeit von: Görnig, M.; Becker, J.; Ressel, C. & Koenen, S.) (2017, 21. April): Pflegeunterstützung mit einer interaktiven Puppe für informell Pflegende („OurPuppet“). Poster präsentiert beim 12. Gemeinsamen Österreichisch-Deutschen Geriatriekongress / 57. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie, 20.-22. April 2017, Wien – ausgezeichnet mit dem 1. Posterpreis
  • Eine Puppe hilft im Alltag. Wohlfahrt Intern, 03/2017 (www.wohlfahrtintern.de)

  bmbfvdivde



Nebeninhalt

Kontakt

Verena Reuter

Tel.: 0231 / 728488-16

 

Prof. Dr. Andrea Kuhlmann

Tel.: 0231 / 728488-17

 

Internetseite

http://www.ourpuppet.de

 

Laufzeit

01.05.2016 – 30.04.2019

 

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Kooperationspartner

Anasoft Technology AG (Konsortialführer);

Matthies Spielprodukte GmbH & Co. KG;

Hochschule Niederrhein;

Hochschule Rhein-Waal;

Technische Universität Berlin;

FTK e.V. Forschungsinstitut für Telekommunikation und Kooperation;

DRK-Kreisverband Bochum e.V.;

Prof. Dr. Elisabeth Bubolz- Lutz (geragogische Fachberatung);

Dr. Renate Schramek (geragogische Fachberatung);

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Matthias Görnig, Asklepios Klinikum Weißenfels (geriatrische Fachberatung)