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Wissenschaftliche Beratung der Landesseniorenvertretung NRW (LSV NRW) VII

Ziele und Aufgaben

Primäres Ziel wissenschaftlicher Beratung der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen ist die Stärkung politischer Teilhabe älterer Menschen im Land Nordrhein-Westfalen. Hintergründe für die Förderung einer wissenschaftlichen Beratung sind die

  • Abkehr von der Fürsorge in der Seniorenpolitik des Landes zu Partizipation.
  • Wachsende Anzahl kommunaler Seniorenvertretungen (SV) in Nordrhein-Westfalen (31.12.2016: 166 von 396 Kommunen nutzen die Chance einer SV, d.h. in über 40 Prozent der Nordrhein-Westfälischen Kommunen mit 70 Prozent der älteren Bevölkerung des Landes arbeiten SV) erhöht die Anforderung an die Professionalität einer unabhängigen politischen Interessenvertretung älterer Menschen.

Die Aufgaben der wissenschaftlichen Beratung liegen im Schnittpunkt fachlich/konzeptioneller und strukturell/organisatorischer Art. Die Zielsetzung der Stärkung politischer Teilhabe älterer Menschen gilt es auch im Rahmen der derzeitigen VII. Phase des Projektes weiter zu forcieren. Dazu werden erarbeitete Strukturen der vorangegangenen Phasen des Projektes im Bereich der in- und externen Kooperations- und Vernetzungsstrukturen, die weitere Systematisierung der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Qualifikationsangebote, vorangetrieben. 

Vorgehen und Methoden

Seit Beginn des Projektes werden konzeptionelle, strukturelle und organisatorische Veränderungen in der Arbeit der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen mit Hilfe eines partizipatorischen Beratungsansatzes vorgenommen. Hauptkennzeichen und Funktionen der wissenschaftlichen Beratung sind dabei Unabhängigkeit (eingebunden in das Institut für Gerontologie) und ein emanzipatorische Beratung (die Beratung unterstützt die ehrenamtliche Arbeit ohne sie zu ersetzen oder zu übernehmen). Hinzu kommen die Mittler- und Vernetzungsfunktion (die Beratung mittelt innerhalb der LSV NRW sowie zwischen der LSV NRW und maßgeblichen altenpolitischen Akteuren auf der Landesebene und vernetzt zudem Themen). 

Ergebnisse und Veröffentlichungen

In den vorangegangenen Phasen des Projektes „Unterstützung der Landesseniorenvertretung durch wissenschaftliche Beratung“ konnten in allen Zielbereichen die angestrebten fachlichen und strukturellen Verbesserungen initiiert und weiterentwickelt werden. Die Handbuchreihe der Landesseniorenvertretung wurde konzeptionell und durch Autorenschaft der wissenschaftlichen Beraterin entwickelt.

Insgesamt wurde die Professionalität der Arbeit der LSV NRW deutlich erkennbar erhöht (durch Informationsrecherche und -bereitstellung, Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen und Forschungsergebnissen, Grundlegung und Vorbereitung von Gremienarbeit, Bearbeitung von Anfragen, Abfassung von Rede- und Diskussionsbeiträgen). Ebenso konnten effektive Fortschritte in der Öffentlichkeitsarbeit (Berichtswesen, Veranstaltungen, Pressearbeit etc.) der ehrenamtlichen politischen Interessenvertretung erzielt werden.

Zudem gelangen wesentliche Verbesserungen in der Gestaltung der Kooperationsbeziehungen der LSV NRW (ein Auftrag, der sich insbesondere aus der Studie zu Arbeitsweisen und Effektivität von Seniorenvertretungen in NRW ergab). Der interne Informationsfluss zwischen den kommunalen SV und dem Vorstand der LSV NRW konnte durch systematische Kommunikation, qualitätsevaluierte Seminare und Veranstaltungen verbessert werden.

Beim angestrebten Teilziel „Erhöhung der Fachkompetenz kommunaler SV“ werden durch methodisch gezielte Seminarangebote und Handreichungen Fortschritte erzielt. Zudem konnte durch eine bedarfsorientierte Beratung von Seniorengruppen und -initiativen sowie kommunaler Verwaltungen die Verbreitung von Seniorenvertretungen unterstützt werden.

Die Verbesserung der externen Kooperationsbeziehungen in Nordrhein-Westfalen gelang einerseits durch die Gewinnung neuer maßgeblicher Kooperationspartner sowie die Mitgliedschaft der LSV NRW in allen relevanten Gremien auf der Landesebene.

Veröffentlichungen

Eifert, B. (2016). Politische Partizipation Älterer – Die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V. mit wissenschaftlicher Beratung. In G. Naegele, E. Olbermann & A. Kuhlmann (Hrsg.), Teilhabe im Alter gestalten – Aktuelle Themen der Sozialen Gerontologie (S. 355-372). Wiesbaden: Springer VS.

Eifert, B. (2016). „Seniorenvertretungen“, Nebenstichwort in: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), Fachlexikon der sozialen Arbeit, 8. Auflage (S. 756), Baden-Baden: Nomos.

Neben der Handbuchreihe der LSV NRW sind weitere Veröffentlichungen, beispielsweise die seit 2001 jährlich erschienenen Rechenschaftsberichte, alle Stellungnahmen der LSV NRW sowie weitere Informationen zur Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen unter www.lsv-nrw.de abrufbar.



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Kontakt

Barbara Eifert

Tel.:  0231 / 728488-21

 

Laufzeit

01.07.2016 - 30.06.2019

 

Auftraggeber

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Kooperationspartner

Landeseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V. (LSV NRW)